Unser Haus

Stand Juli 2025

Gemeinsam für mehr urbane Lebensqualität

Das Blech kommt wech: Über ein halbes Jahrhundert bot das Parkhaus in der Neuen Gröningerstraße 12 auf acht Parkdecks Platz für Autos, seit einigen Jahren ist es für den normalen Parkbetrieb geschlossen. Wir bauen das Gebäude von 1963 um und füllen es mit Leben. Darin wohnen und Pfannkuchen backen, arbeiten und tanzen, klönen, kreativ und offen sein für andere. Das historische Parkhaus zum Leben erwecken, als einen pulsierenden Ort mitten in Hamburgs Altstadt.

Groeninger Hof, Genossenschaft Hamburg, Parkdeck, Katharinenkirche

Bezahlbarer Wohn- und Arbeitsraum für Viele

Um das zu ermöglichen, haben wir 2018 die Genossenschaft Gröninger Hof gegründet. Wir wollen zeigen, dass urbane Lebensqualität mitten in der Stadt möglich ist. Und zwar für alle Menschen, so unterschiedlich sie und ihre Ressourcen auch sind. Ziel ist es, ein Haus mit gut durchdachter Gestaltung für Viele anzubieten statt teurem Wohnraum für Wenige. Im Mai 2025 haben wir den Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Hamburg unterschrieben und sind nun offiziell im Grundbuch eingetragener „Erbbaurechtsnehmer“ für 75 Jahre. Geplant sind 90 Wohneinheiten von der Familienwohnung bis zum Ein-Personen-Zimmer in einer großen Clusterwohnung (mehr dazu hier). Im ersten Obergeschoss befinden sich Gewerbeflächen und Gästewohnungen. Im Erdgeschoss wird sich das Haus für die Nachbarschaft und interessierte Besucher*innen öffnen als Ort für Kultur und Bildung, Kleingewerbe, Gastronomie und Co-Working.

Im alten Parkhaus luden  wir in die ehemalige Autowerkstatt im Erdgeschoss, im neuen Haus wird wieder eine „Werkstatt“ entstehen: Ein Raum für ganz verschiedene Akteur*innen aus der ganzen Stadt, flexibel nutzbar zum Beispiel für Kunst, Kultur, Sport, Kurse, gemeinsames Essen und vieles andere mehr.

Graue Energie und Bestandserhalt

Wir möchten so nachhaltig wie irgend möglich bauen. Der ursprüngliche Plan sah vor, etwa die Hälfte der Betonkonstruktion zu erhalten. Doch vertiefende Untersuchungen der Bausubstanz brachten die ernüchternde Wahrheit ans Licht: Jahrzehntelang hinterließen parkende Autos Chloride im Parkhaus. Marode Bausubstanz ist die Folge und führte zur bitteren Entscheidung, nahezu alle oberirdischen Bauteile abzutragen. Doch allein der Erhalt von Bodenplatte und östlicher Brandwand, sowie die Weiternutzung der bestehenden Fundamente reduziert unseren CO2 Fußabdruck um über 40%, verglichen mit einem konventionellen Neubau.

Wir mussten also umplanen, und das haben wir getan; zusammen mit unseren Architekt*innen vom Büro Duplex und unserem Planungsteam. Die Grundideen aus dem Architekturwettbewerb bleiben erhalten. Keller und Erdgeschoss werden in Massivbauweise errichtet, die Obergeschosse als Holzbau.

Auch mit unserem Baupartner OTTO WULFF haben wir uns dem Bestandserhalt angenommen und konnten gemeinsam ein innovatives Verfahren entwickeln, dass Abbruch und Neubau eng miteinander verzahnt. Das Ergebnis: Auch die östliche Brandwand kann erhalten bleiben!

Finanzierung

Finanziert wird das Projekt von der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB), unter anderem mit Mitteln der Hamburger Wohnungsbauförderung. Das Eigenkapital stellen unsere engagierten Mitglieder zur Verfügung – doch wir brauchen noch mehr Menschen mit Bürgermut. Sei auch Du mit dabei! Wie Du unser innovatives Projekt unterstützen kannst, liest Du hier.