Genossenschaft Gröninger Hof eG i. Gr.

Modell einer ortsgebundenen, innovativen Projekt- und Immobilienentwicklung

Aktuelle Meldungen

  • Info-Abend für Interessierte
    Du hast Interesse, im umgebauten Parkhaus Neue Gröningerstraße zuwohnen, oder Dich in der Genossenschaft Gröninger Hof zu engagieren?Dann komm zu unserem Info-Abend am Fr., 30. Oktober ab 18:30 in derWerkstatt des Parkhauses Gröninger Hof, Neue Gröningerstraße 12 (WICHTIG: NEUER ORT/Ortsänderung). *Wir bitten dafür um eine VERBINDLICHE Anmeldung bis Mi, 28. Oktober um 12 Uhr unter info@groeninger-hof.deBitte mit vollständigem Namenaller, die kommen wollen, sowie Adresse und Telefon (diese Daten werden … Weiterlesen
  • Wie wir leben wollen
    Wie wir leben wollen – Vortragsreihe zu neuen Beispielen für genossenschaftliches Wohnen ab 1. Oktober 2020 Eine Veranstaltungs- und Diskussionsreihe zu verschiedenen Projekten genossenschaftlichen Wohnens läuft vom 1. Oktober bis zum 26. November 2020 und ist offen für alle. Besucher*innen können sowohl vor Ort in der Werkstatt Gröninger Hof als auch online teilnehmen. Genossenschaften können … Weiterlesen



Aktuelle Termine

29.10.2020 – Genossenschaftliches Wohnen am Beispiel von San Riemo in München– Vortrag 
12.11.2020 – Genossenschaftliches Wohnen am Beispiel von Koch Areal in Zürich– Vortrag


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Leben in der Stadt von morgen

Die Genossenschaft Gröninger Hof

Gutes Leben in einem städtischen Umfeld wächst nur dort, wo es Raum gibt für Entwicklung, Raum für Partizipation, für aktive Mitgestaltung eines möglichst großen Kreises diverser Akteure*innen. Gerade in Zeiten der Digitalisierung braucht es die direkte Begegnungen von Menschen untereinander und ein hohes Maß an Identifikation der Bürger*innen mit ihrem städtischen Umfeld als Grundlage für ein demokratisches Miteinander. Die Fokussierung auf überschaubare Einheiten – gut durchmischte Stadtquartiere, die eine Vielzahl von Funktionen übernehmen – kann diesen Prozess unterstützen. Es reicht nicht, die Menschen an diesen Orten um ihre Meinung zu fragen, man muss ihnen Handlungsräume eröffnen, die Teilhabe und Selbstwirksamkeit fördern. Das gemeinsame Agieren von Laien und Fachleuten kommt dem verstärkten Ruf nach Partizipation, wirkt Bodenspekulation und einem Ausverkauf der Stadt entgegen und stärkt so Nachbarschaft. Das hier vorgeschlagene Vorgehen ist von Anbeginn an als Modellprojekt angelegt. Ziel der Initiator*innen ist es, an dieser Stelle beispielhaft zu zeigen, was alles möglich sein kann – wenn Bürgerwille, Politik und Fachwissen gemeinsam an einem Strang ziehen.

Vom Park- zum Wohn- und Arbeitshaus mit einer Strahlkraft für das Viertel und die Stadt

Das ehemalige Parkhaus Gröninger Straße soll, so hat es die Stadt beschlossen, zu einem Wohn-, Arbeits- und Lebensort werden. Der historische Bau von 1963 verfügt über acht Parkdecks vom EG bis zum Dachgeschoss, sowie über ein halbes Kellergeschoss als Parkfläche mit insgesamt ca. 550 Parkplätzen.

Für die Realisierung eines innovativen Bauvorhabens an diesem Ort hat sich im Dezember 2018 eine Genossenschaft gegründet. Als Alleinstellungsmerkmal in Hamburg zeichnet die Genossenschaft Gröninger Hof u.a. aus, dass nicht allein Bewohner*innen und Nutzer*innen Anteile erwerben. Vielmehr sind von Beginn an als Initiatoren Personen und Institutionen mit lokaler Anbindung dabei, die in enger Zusammenarbeit mit professionellen Projektentwicklern darauf hinarbeiten, an dieser Stelle einen lebendigen Stadtbaustein für die nachhaltige Belebung der Innenstadt und des Gemeinwesens zu entwickeln. So stärkt das Projekt das Zusammenspiel von hochwertigem planerischen und ökonomischem Fachwissen mit Prozessen zivilgesellschaftlicher Teilhabe. Vorarbeiten dazu gab es bereits in Form von Workshops, Seminaren und Aktionen mit einer großen Teilnahmezahl von Hamburger*innen.

Mehr Raum für Viele, statt viel Raum für Wenige

Die dreiseitige Bebauung des Grundstücks stellt eine große Herausforderung für die Planung dar. Gleichzeitig bietet der ungewöhnliche Ort die Möglichkeit, innovative Räume für unterschiedliche Lebens- und Arbeitsformen zu schaffen und so ein Projekt mit Strahlkraft zu entwickeln. Ein weiterer positiver Effekt ist die Verbesserung der schwierigen Verbindung zwischen Innenstadt und Hafencity. Ziel ist es, ein Projekt mit gut durchdachter Gestaltung für Viele anzubieten, das den öffentlichen Raum einbezieht statt (hochpreisigem) Wohnraum für Wenige.

Auf den unteren Ebenen wird es publikumsoffene und kleinstrukturierte Nutzungen geben, die den Ort über Kultur, Bildung und Gewerbe zu möglichst vielen Zeiten beleben und die Nachbarschaft aktiv einbeziehen. Angedacht sind familienbegleitende Angebote, Gastronomie sowie Kleingewerbe in den hinteren, großflächigen Bereichen, sie machen etwa 25% der Gesamtfläche aus. Funktionen wie Co-Working können als Pufferzone zwischen lebhaften, offeneren Nutzungen und dem genossenschaftlichen Wohnen in den oberen Etagen geschaltet werden. Das Wohnungsangebot in den oberen Ebenen sieht circa 60-70 Einheiten vor (davon circa 50% gefördert, 30% gedämpft und 20% ohne Mietenbindung). Denkbar wäre eine Erschließung über offene Plattformen, die hofähnlichen Charakter haben und damit gemeinschaftliche, mehrgeschossige Außenflächen für die Nutzer*innen anbieten. Um den Beteiligungsprozess bewusst offen halten zu können und die Gestaltung nicht bereits jetzt festzulegen, wird hier kein Vorprojekt abgebildet. Die skizzenhaft umrissenen Annahmen dienen einer ersten Einschätzung und sollen bewusst im Laufe des Prozesses gemeinsam mit den interessierten Bürger*innen definiert werden. Angestrebt wird ein Architekturwettbewerb, mit dem Impulse aus den Programm-Workshops aufgenommen werden und ein tatsächlich innovatives Projekt entsteht.

Vorgehen

Für die Finanzierung wird die Kooperation mit der Hamburgischen Investitions- und Förderbank, IFB angestrebt. Der erste Schritt ist die Festlegung der Förderkulisse, die auf die Besonderheiten des Projektes zugeschnitten wird, den geförderten Wohnungs- und Gewerbebau sowie die Realisierung als Bestandssanierung mit Neubauanteil. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit (Graue Energie) und das kollektive Stadtgedächtnis wird erwogen, einen Teil der bestehenden Strukturen weiter zu verwenden.