Pressemitteilung


Die Altstadtküste atmet – AUF!
Straßensperrung „Bei den Mühren“ vom 19. bis 20. September 2020

Von Samstagmorgen, 19. September 2020, bis Sonntagabend, 20. September 2020, verwandelt sich die Altstadtküste südlich der Katharinenkirche in einen erlebbaren Stadtraum für alle. An diesem Wochenende ist der Straßenverlauf am Zollkanal im Bereich Mattentwiete bis Brandstwiete für den Autoverkehr gesperrt. Die Aktion lenkt den Blick auf den öffentlichen Raum und schafft Möglichkeiten für Kultur, Spiel, Musik, einen Anwohnerflohmarkt und einen Open-Air-Jugendgottesdienst – und für viel Diskussion über die Zukunft unserer Stadt und darüber, wie wir miteinander leben wollen.

„Die Altstadtküste atmet – AUF“ lautet das Motto der Initiative, die in einer vielfältigen Gemeinschaft von engagierten Privatpersonen und Institutionen aus der Hamburger Altstadt konzipiert wurde (siehe Liste auf S. 3). AnwohnerInnen und BesucherInnen sind eingeladen,die Straße in diesem historischen Teil Hamburgs als öffentlichen Raum und Bindeglied samt Geschichte zu erleben statt als Barriere aus Verkehr, Lärm und Hektik.

Die Altstadt ist im Bereich des Katharinenviertels von Hauptverkehrsstraßen eingeschlossen: Im Norden trennt sie die Willy-Brandt-Straße von der Innenstadt, im Süden grenzt der größtenteils mehrspurige Straßenverlauf an der Hochwasserschutzanlage das historische Quartier von Speicherstadt und HafenCity ab.
„Der öffentliche Raum ist hier normalerweise dem Verkehr vorbehalten“, sagt Kristina Bacht, Leiterin des AIT-Architektur Salons, der seine Ausstellungsräume unmittelbar am Straßenverlauf hat. „Wir organisieren zahlreiche Ausstellungen sowie Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen rund um die Baukultur, die zum Dialog über die Zukunft der Stadt anregen, und spüren immer wieder, wie der Verkehr uns isoliert und die Potenziale des öffentlichen Raums hier und an anderen Stellen für die Stadt und die Menschen nicht genutzt und erlebbar gemacht werden. “Zusammen mit dem renommierten Architekten und Stadtplaner Michael Ziller will sie in den Tagen der Straßensperrung zur Diskussion anregen: „Wir beurteilen Räume und Gebäude hauptsächlich über unser gewohntes Sehen. Doch für das Wohlgefühl zwischen den Häusern sind alle Sinne einzubeziehen. Wieviel wohler fühlen wir uns, wenn Geräusche und Gerüche unsere Sinne positiv anregen? Welche Qualitäten der Raum zwischen Häusern ohne den gewohnten Pkw-Verkehr für die Sinne entfaltet,erleben wir an dem Wochenende.“

„Die Altstadt hat sich noch nicht wieder erholt vom Krieg und der autogerechten Nachkriegsstadt. Ich bin seit 30 Jahren engagiert für eine lebendige und lebenswerte Altstadt/Cremoninsel und möchte zeigen, wie schön diese Straße durch Verkehrsberuhigung für alle sein kann“, sagt der Künstler und Anwohner Hartmut Gerbsch. Der 57-Jährige organisiert mit NachbarInnen das Anwohnerfest unter dem Motto „Die Straße ist unser Wohnzimmer!“ „Endlich wohnen wieder mehr junge Familien in der Altstadt und etwas kommt in Bewegung. Dieses Potenzial müssen wir nutzen, damit sich für die nachfolgenden Generationen die Lebensbedingungen hier verbessern.

“Auch Pastor Frank Engelbrecht von der Hauptkirche St. Katharinen zählt zu den Initiatoren: „Wir alle haben ein Ziel: dass die Stadt zusammenwächst. Auf den Straßen und mit den Menschen hier im Herzen Hamburgs. Dafür gehen wir auf die Plätze! Wir zeigen, was möglich ist, wenn wir den Verkehrsraum mutig und gemeinschaftlich mal anders nutzen als zum Parken und Durchfahren.

“Dazu passt das Engagement der Genossenschaft Gröninger Hof, die von der Stadt die Aufgabe erhalten hat, das Parkhauses in der Neuen Gröninger Straße, gleich neben St. Katharinen, zu einem lebendigen Wohnhaus zu machen: „Wir sind Pioniere im Herzen Hamburgs!“, sagt Vorständin Dorothea Heintze. „Wo heute noch Autos zuhause sind, wohnen arbeiten bald schon Menschen und beleben die Nachbarschaft.“ „Der Gröninger Hof ist ein Ort gelebter Teilhabe mitten in der Altstadt“, ergänzt Marcelo Acevedo, der mit dem Kollektiv LU’UM mit daran wirkt, die ehemalige Autowerkstatt im Parkhaus in einen Ort für Kreativität und Begegnung zu verwandeln.

“Anne-Katrin Gülck und Markus Riemann vom im Steckelhörn ansässigen klub.k ergänzen: „Wir wollen mit unserem Open-Air-Konzert und darüber hinaus eine Kultur der Begegnung hier in der Altstadt fördern. Wir freuen uns schon auf den Hamburger Soul-Pop-Künstler Phil Siemers am Samstagabend.

“Die Auflagen zum Hygiene-Schutz werden beachtet. Mehr noch: Das Wochenende will alle Nutzer des Quartiers zusammenführen. Ansässige Gewerbetreibende, Gastronomen und Schausteller, die stark unter den Einschränkungen in der Corona-Krise leiden, haben am Samstag und Sonntag die Möglichkeit, ihre Gäste bedenkenlos auf der Straße zu empfangen.

Das Projekt flankiert die 12. Hamburger Klimawoche vom 20. bis 27. September 2020 und schließt am Sonntag mit dem Jugendgottesdienst zu deren Eröffnung unter dem Titel: „Vorsicht – hier wird an die Zukunft geglaubt!“

Als Inspiration dienen den Initiatoren ähnliche Versuche in anderen Städten, zum Beispiel die sogenannten Sunday Streets in San Francisco oder die Ciclovía in Bogotá und anderen südamerikanischen Städten, die jeweils sonntags ausgewählte Hauptstraßen sperren, um für die BewohnerInnen ihrer Stadt Raum für Sport, Spiel und Bewegung zu schaffen.

Geplante Aktionen

Samstag, 19. September 2020, 13-16 Uhr:

Open-Air-Stadtworkshop „Sinnlichkeit … Hören und Riechen der Stadt“mit dem Architekten und Stadtplaner Michael Ziller (https://zillerplus.de) sowie weiteren ExpertInnen aus Architektur und Stadtplanung. Darin enthalten ist ein Konzert aus den Türenund Fenstern der gegenüberliegenden Speicherstadt.

  • Ort: Straßenraum vor dem AIT- ArchitekturSalon, Bei den Mühren 70
  • Anmeldung unter hamburg@ait-architektursalon.de

Samstag, 19. September 2020, 11-17 Uhr:
Anwohner-Flohmarkt

  • Ort: Straßenraum und Parkbuchten zwischen Reimerstwiete und Steckelhörn sowie im Grimm und auf dem Platz am Grimm nördlich von St. Katharinen

Samstag, 19. September 2020, 18-20 Uhr:
Kultur-Programm klub.k

  • Künstler: Phil Siemers / Support: Julian LeBen
  • Tickets: EURO 8,-, VVK bei TixforGigs.com, Stichwort “Phil Siemers“; für Kinder ist der Eintritt frei (bei Anmeldung unter anne@klub-k.de)
  • Ort: Bühne am Katharinenkirchhof

Sonntag, 20. September 2020, 11-13 Uhr:
Gottesdienst in St. Katharinen

  • Ort: Katharinenkirche und Katharinenkirchhof
  • Predigt: Hauptpastorin und Pröpstin Dr. Ulrike Murmann

Sonntag, 20. September 2020, 17-19 Uhr:
„Vorsicht – hier wird an die Zukunft geglaubt!“ – Open-Air-Gottesdienst zur Eröffnung der Klimawoche

  • Bühne am Katharinenkirchhof

Samstag, 19.9., bis Sonntag, 20.09.:
„Offene Werkstatt Gröninger Hof“, mit der Genossenschaft Gröninger Hof eG iGr. (www.groeninger-hof.de) und dem Kollektiv LU’UM (www.luum.xyz) 10-18 Uhr

Samstag, 19. September bis Sonntag, 27. September:
PIA PERSPEKTIVEN – Gemeinsam Zukunft gestalten– 20 Jahre PIA e.V. – Planerinnen,Architektinnen und Ingenieurinnen Netzwerk:

Gestaltung des Katharinenkirchhofs mit Grünskulpturen und LichtinstallationenInitiatoren und Förderer

  • AIT- ArchitekturSalon (www.ait-online.de)
  • Altstadt für Alle! Initiative in Trägerschaft der Patriotische Gesellschaft von 1765 e.V., der Evangelischen Akademie der Nordkirche und der Gruppe „Hamburg entfesseln!“ (www.altstadtfueralle.de)
  • „Auf die Plätze!“ – Initiative der Innenstadthauptkirchen St. Katharinen, St. Petri und St. Jacobi (www.aufdieplaetze.hamburg)
  • Bewohnende der Altstadt/Cremoninsel sowie fünf Baugenossenschaften (SAGA, BVE, BGFG, HANSA, BG Bergedorf Bille)
  • Deutscher Fahrradclub e.V. (ADFC) (www.adfc.de)
  • Genossenschaft Gröninger Hof e.G. i.G. (www.groeninger-hof.de)
  • klub.k Hamburg (www.klub-k.de)
  • LU’UM
  • Architektur und Landschaft HafenCity Universität (HCU)
  • PIA Netzwerk e.V. Planerinnen-Ingenieurinnen-Architektinnen

Pressekontakt:

 

Pastor Frank Engelbrecht
0157-71620547
engelbrecht@katharinen-hamburg.de

 

Die Zeit ist reif

   

Die Zeit ist reif

Hamburg geht neue Wege in der Vergabepolitik von öffentlichen Grundstücken

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat sich am 30. Januar 2020 dazu entschieden, der Genossenschaft Gröninger Hof eG i.Gr. das Parkhaus in der Neuen Gröninger Straße für die Dauer von zwei Jahren anhand zu geben. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!

Die Genossenschaft Gröninger Hof eG i.Gr. wurde von Stadtakteuren verschiedener Bereiche gegründet und umfasst Expert*Innen für den Ort und welche des Planens und Bauens. Ihr Ziel ist die ortsgebundene, innovative Projekt- und Immobilienentwicklung und sie ist offen für alle, die hier mitwirken wollen!

Stadt von morgen kann nur mit vielen zusammen geplant und umgesetzt werden. Das gemeinsame Agieren von Laien und Fachleuten stützt den verstärkten Ruf nach Partizipation, wirkt Bodenspekulation und einem Ausverkauf der Stadt entgegen und stärkt so Nachbarschaft. Dafür braucht es auch neue Vergabeverfahren für die Anhandgabe von Grundstücken und genau dies hat Hamburg nun getan. Da das Grundstück von der Stadt im Erbbaurecht vergeben wird, bleibt es im Besitz der Stadt.

Die Genossenschaft Gröninger hat in den letzten 1,5 Jahren viele Stadtakteure um sich gesammelt und sie alle haben dazu beigetragen, dass die im Kern sehr kleine Genossenschaft eine professionell ausgearbeitete und realistische Bewerbung um das Grundstück bei der FHH abgeben konnte. Der Erfolg jetzt zeigt: Bürgerengagement lohnt sich und wird honoriert. Der Ertrag soll hier das Gemeinwohl sein und niemand verdient an dieser Stelle mit Wohnen!

Was ist geplant?

Die Genossenschaft Gröninger Hof eG i.Gr. wird innerhalb der nächsten zwei Jahre die Planung für ein durchmischtes Wohn- und Gewerbeobjekt vorantreiben. Das achtgeschossige Parkhaus soll idealerweise nicht abgerissen, sondern in Teilen erhalten und umgebaut werden. So kann viel Energie und CO2 eingespart werden.

60 Prozent der Wohnungen werden gefördert, darunter auch Einheiten für vordringlich Wohnungssuchende sowie eine Baugemeinschaft. Die öffentlichen Flächen in den unteren Geschossen sollen mit verschiedenen Akteuren aus dem Quartier und der Stadt weiter entwickelt und bespielt werden. Dazu gehören u.a. die Evangelische Stiftung Alsterdorf, das beta-Haus Hamburg, die Hobenköök im Oberhafen, der klub.k, das Flexible Flimmern sowie das Fabulous Fab-Lab St. Pauli. Im Untergeschoss soll Raum für einen Mobilitätshub, also Flächen für Carsharing, eine Ladestation für Elektromobilität sowie Platz für Fahrräder angeboten werden.

Wie geht es weiter?

Sobald die Formalitäten abgeschlossen sind, steht die Genossenschaft allen Hamburgerinnen und Hamburgern offen! Sie können einen oder mehrere Anteile im Wert von jeweils € 1.000,- erwerben und so dieses einmalige Projekt unterstützen und mitgestalten. Alle sind herzlich eingeladen, ein Teil dieser neugegründeten Genossenschaft für ein lebendiges Miteinander in unserer Stadt zu werden.

Die Hamburgische Volksbank steht als Finanzpartner zur Verfügung und zur Förderung konnten erste Gespräche mit der Investitions- und Förderbank geführt werden.

Die Genossenschaft ist seit letztem Sommer Zwischenmieterin der alten Werkstatt im Parkhaus. Seit dem, finden hier regelmäßig Workshops und Seminare rund um die Themen Partizipation und Stadt, Umbau und alternative Projektentwicklung statt.

Wer steckt hinter der Genossenschaft?

Die Initiative „Altstadt für Alle!“ setzt sich seit drei Jahren erfolgreich für die Belebung der Innenstadt ein. Dazu gehört auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und von Orten die den Austausch, die Begegnung und das Bürgerengagement im Stadtteil fördern. Ergänzt wurde die Initiative von einer großen Zahl lokaler Akteure und Fachleute, die sich von Anfang an für das Modell einer ortsgebundenen, innovativen Projekt- und Immobilienentwicklung begeistern konnten.

Vorstand Philippa Dorow, Projektentwicklerin bei der IBA-Hamburg,

Dorothea Heintze, Journalistin, HafenCity-Bewohnerin

Aufsichtsrat Tina Unruh, Stellvertretende Geschäftsführerin der Architektenkammer Hamburg

Johannes Jörn, Vorstandsmitglied der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Kai Ratschko, Architekt mit Büro im Katharinenviertel

Sprecher Frank Engelbrecht, Pastor der Katharinenkirche

Adresse Genossenschaft Gröninger Hof eG i.Gr.

c/o Patriotische Gesellschaft v. 1765, Trostbrücke 4, 2.OG, 20457 Hamburg

Expert*innen des Ortes – lokale, gemeinnützige Initiatoren

Expert*innen des Bauens – fachliche, gemeinnützige Initiatoren u.a.

Unternehmen, die sich ehrenamtlich für das Projekt eingesetzt haben u.a.

Gute Ergebnisse sind Ergebnisse guter Dialoge

Daher hat die Genossenschaft Gröninger Hof eG i.Gr. Expert*innen zum Dialog eingeladen, die die Bewerbung und Entwicklung des Projektes begleiten.

Partizipation Dr. Julian Petrin, nexthamburg sowie Rolf Kellner (Gründungsmitglied der Genossenschaft) und das Künstlerkollektiv LU’UM

Energiekonzept Dr. Stefan Ehmann, WTM Engineers (Gründungsmitglied der Genossenschaft)

Projektentwicklung Achim Nagel, Primus development (Gründungsmitglied der Genossenschaft) sowie die Lawaetz Stiftung

Barrierefreiheit Beke Illing-Moritz, Architektin & Sachverständige für Barrierefreiheit in Gebäuden, Außenraum und Städtebau

Städtebau Volker Rathje, Elbberg Stadtplanung

Freiraumplanung Berthold Eckebrecht, Landschaftsarchitekt bdla

Wettbewerbliches Verfahren Walter Gebhardt, Architekt und Vorsitzender des WBW Ausschusses der Hamburgischen Architektenkammer

Architektur Johann-Christian Kottmeier, Architekt BDA (Gründungsmitglied der Genossenschaft)

Die historischen City-Parkhäuser dokumentieren Hamburgs Verkehrs- und Wirtschaftsentwicklung und besitzen zugleich einen großen ökologischen Wert in Form ihrer grauen Energie. Ich freue mich daher sehr, dass die Genossenschaft dieses Parkhaus nachhaltig weiterentwickeln und seine bestehende Struktur in die Zukunft retten möchte.“

Kristina Sassenscheidt, Geschäftsführerin des Denkmalvereins Hamburg e.V. für den Umgang mit dem Bestand

„Wir begrüßen neue Ideen für die Genossenschaftsfamilie in Hamburg. Gerne stehen wir dem Gröninger Hof in einer Art ‚Patenschaft ‘sowohl bei der Einrichtung wie auch beim späteren Betrieb zur Seite.“

Marko Lohmann, Baugenossenschaft Bergedorf-Bille für das Genossenschaftswesen

Langfristige Perspektiven

Lots*innen wurden darüber hinaus eingeladen, gemeinsam das integrierte Nutzungskonzept zu entwickeln und es realitätsnah zu formulieren.

„Wir kümmern uns!“

Hanne Stiefvater, Vorstandsmitglied der Evangelischen Stiftung Alsterdorf für die Concierges, die Verwaltung der gemeinsam genutzten Räume

„Arbeiten, da wo Menschen und soziale Strukturen sind.“

Robert Beddies vom betahaus für das Co-Working

„Verschwendung begrenzen und wissen, wo es herkommt.“

Thomas Sampl von der Hobenköök für Gastronomie und Nahversorgung

„Ein Kulturlabor im Herzen der Stadt.“

Anne-Kathrin Gülck von Bridge Gigs, Markus Riemann vom klub.k. und Holger Krause vom Flexiblen Flimmern für Musik, Kultur und Film

Fab Labs sind Orte, in denen mitten in der Stadt Leben und Arbeiten neu gedacht werden – im Zeitalter von ausufernder Digitalisierung, Klimawandel und zunehmenden sozialen Spaltungen sind sie auch Labore eines gesellschaftlichen Wandels.“

Lotse Axel Sylvester von Fabulous St. Pauli für ein offenes Atelier

Pressemitteilung der Hamburger Behörden

   

Pressemitteilung der Hamburger Behörden

Genossenschaft Gröninger Hof Nachhaltige Belebung der Innenstadt: Parkhaus wird Wohnhaus

Startschuss für Genossenschafts-Bauprojekt Neue Gröningerstraße

31. Januar 2020 14:00 Uhr

Auf dem Grundstück des bisherigen Parkhauses an der Neuen Gröningerstraße 12 im Herzen der Hamburger Altstadt entsteht in den kommenden Jahren ein innovatives und nachhaltiges Bauprojekt mit vielfältigen Nutzungen. Dafür hat Stadt jetzt die immobilienwirtschaftlichen Voraussetzungen geschaffen. Der Genossenschaft Gröninger Hof eG wurde das Grundstück im Erbbaurecht überlassen. Zuvor war das Gelände im Rahmen einer Konzeptvergabe mit den Schwerpunkten Energieeffizienz, Klima und Nachhaltigkeit durch den Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen ausgeschrieben. Die Genossenschaft Gröninger Hof eG, die aus der Initiative „Altstadt für Alle!“ entstanden ist, wird auf dem Grundstück ein Bauprojekt mit vielfältigen Nutzungen realisieren. Neben rund 70 Wohnungen im Mietwohnungsbau (60 Prozent davon öffentlich gefördert) sind Gemeinschaftsräume für das Quartier und die Nachbarschaft vorgesehen, außerdem Gewerbeflächen für Einzelhandel und kulturelle Angebote.

Genossenschafts-Bauprojekt Neue Gröningerstraße

Bild: © LIG Hamburg

Nachhaltige Belebung der Innenstadt: Parkhaus wird Wohnhaus

Finanzsenator und LIG-Verwaltungsratsvorsitzender Dr. Andreas Dressel: „Altstadt für alle! Das Motto der Initiative kann nun mit dem Projekt Gröninger Hof Realität werden. Aus dem abgängigen Parkhaus wird ein gemischt genutztes Wohnhaus – damit entsteht mitten in der Altstadt ein ebenso spannendes wie nachhaltiges Projekt. Gerade bei neuen Quartieren sowie auch bei neuen Einzelgebäuden bietet sich die Chance, Aspekte wie Energieeffizienz, Energieversorgung und Klimaschutz von Anfang an in der Planung zu berücksichtigen. Das in einem vorbildlichen Beteiligungsprozess entwickelte Bauprojekt Gröninger Hof ist hierfür beispielhaft. Außerdem wird der Gröninger Hof im Sinne der Quartiersentwicklung dazu beitragen, den Raum zwischen HafenCity und Innenstadt nachhaltig zu beleben. Ich freue mich, dass wir in einem guten Verfahren dafür nun den Weg frei machen können.“ 

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Dieses Projekt engagierter Bürgerinnen und Bürger ist ein ganz besonderes, schon allein, weil die Genossenschaft Gröninger Hof sich eigens für dieses Grundstück gegründet hat und sich hier in der inneren Stadt für attraktives Wohnen einsetzt. Gemeinsam mit vielen lokalen Aktiven und Beteiligten wird so ein Mehrwert für das Quartier geschaffen. Der große Anteil an geförderten Mietwohnungen sorgt für bezahlbaren Wohnraum in zentraler Lage. Außerdem soll eine Baugemeinschaft integriert werden. Zusammen mit dem geplanten vielfältigen Angebot an Gewerbe, Gastronomie, Nahversorgung, aber auch Kultur wird dieses Projekt für mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität hier im Viertel sorgen. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement.“ 

Das Grundstück Neue Gröningerstraße 12 liegt im Herzen der Hamburger Altstadt zwischen Rathaus, Domplatz, Speicherstadt und der HafenCity in unmittelbarer Nähe der Hauptkirche St. Katharinen.