Generalversammlung abgehalten

Endlich!

Endlich konnten wir uns treffen, und zwar ganz real zu der vierten Generalversammlung als Genossenschaft Gröninger Hof in Gründung. Am Freitag, 19. Juni, 12.30 Uhr bis 14 Uhr – erst in der Katharinenkirche, dann zu einem schönen Ausklang noch draußen auf dem Kirchhof. Das alles war möglich, weil uns die Katharinenkirche Gastfreundschaft gewährte und der große Innenraum auch ausreichenden Platz für insgesamt  49 anwesende Genoss*innen (in Summe 57 Stimmen, dank Vertretungsregelung). Im großen Kirchenraum standen die Stühl weit auseinander, so dass wir problemlos alle Hygiene- und Abstandsregeln einhalten konnten.

Viele an diesem Tag waren zum ersten Mal dabei und hatten Fragen, die wir, Vorstand, Aufsichtsrat und Sprecher, endlich mal direkt beantworten konnten: Wer kann wie und wo, in einigen Jahren, im dann umgebauten Gebäude wohnen oder arbeiten? Wie kann man und frau mitarbeiten, sich einbringen? Daneben die ganz normalen Tagesordnung einer Genossenschaft – mit Jahresbericht, Kassenstand und Entlastung der Verantwortlichen.

Die Genossenschaft hat schon jetzt über 90 Mitglieder und einigen von ihnen haben mehrere Anteile gezeichnet. Das ist ein großer Vertrauensvorschuss, der uns sehr freut.

An der Versammlung wurde aber auch deutlich, dass für einen regelmäßigen Informationsfluss der Verweis auf die Webseite nicht ausreicht. Also sitzen wir jetzt, neben vielen weiteren Aufgaben, auch an der Konfigurierung eines Newsletters.

Wenn Sie oder Ihr noch Fragen habt und/oder auch per Newsletter informiert werden wollt, schickt gerne eine Mail (bitte mit etwas Geduld).

Wir freuen uns,
Dorothea Heintze, Vorständin, und das ganze Team.

Update Mai 2020

Letzte Woche haben sich Vorstand und Aufsichtsrat vom Gröninger Hof zum ersten Mal seit langer Zeit wieder von Angesicht zu Angesicht getroffen. Mit viel Abstand und frischer Luft; Sicherheit geht vor!

Es war ein guter Start in ein wenig Normalität. Denn grundsätzlich bleibt es bei der Linie: Auch wir vom Gröninger Hof treffen uns aufgrund der Pandemie online, bei Zoom oder Skype. Das gilt auch für die Baugemeinschaft, den Kern späterer Bewohner*innen, die sich mit uns gemeinsam beworben haben. Wir alle arbeiten eng zusammen, entwickeln Prozesse, erarbeiten fleißig Finanzierungskonzepte… kurz wir sind aktiv.

Doch wir alle hoffen, dass wir auch bald wieder richtige Veranstaltungen in unserer Werkstatt organisieren können – denn die Begegnung von Mensch zu Mensch ist uns so wertvoll.

Bis es soweit ist: Bleibt gesund und optimistisch. Haltet Abstand, tragt Masken und helft alle mit, dass wir durch diese Krise kommen.

Gesprächsabend: Sold out

Montag, der 02.03.2020

Einlass: 18:00, Gespräch: 19:30, Austausch: 20:30

Genossenschaftliches Wohnen und Arbeiten im Parkhaus

WERKSTATT Gröninger Hof, Neue Gröningerstraße 12

SOLD OUT: Die Stadt Hamburg hat der Genossenschaft Gröninger Hof das Parkhaus in der Neuen Gröningerstraße anhand gegeben. Das Pilotprojekt in der Altstadt öffnet sich nun für neue Mitglieder um die Planung und Finanzierung für eine Wohn- und Gewerbenutzung voranzutreiben.

Doch was bedeutet das nun genau? Oft sind die Prozesse in der Standentwicklung langwierig und somit für Außenstehende schwer zu verfolgen. Für uns als aktive Mitgestalter*innen unserer städtischen Umwelt ist es von zentraler Bedeutung den Wandel verständlich zu kommunizieren und diese Prozesse für unsere Mitmenschen zugänglich zu machen. Aus diesem Grund laden die Genossenschaft Gröninger Hof und LU’UM zum Gespräch in die Werkstatt um, in der Folge des Erfolges im Konzeptvergabeverfahrens, eine Bestandsaufnahme zu machen und den Blick auf die nächsten Schritte zu legen.

Als Teil des Austausches zu Fragen nach Eigentum und Wohnraum wird die Werkstatt von dem Künstler Florian Huber in Form einer räumliche Installation umgestaltet.

In dem geplanten Gespräch werden wir über folgende Themen sprechen:

Was macht die gemeinnützig organisierten Genossenschaften zu einem Faktor in der Bereitstellung von nicht gewinnorientierten Wohnraum?

Welche Qualitäten bezüglich Diversität, Gemeinschaft, Teilhabe, Offenheit, Flexibilität, Bezahlbarkeit und Verantwortungsbewusstsein kommen zu Trage?

Welche Möglichkeiten zur Finanzierung solcher Vorhaben bestehen und wie können wir von vergleichbaren Projekten in Hamburg lernen?

Es wird natürlich auch Zeit und Raum für brennende Fragen geben. Entweder während des Gesprächs oder hinterher beim Beisammensein.

Wir freuen uns folgende Gäste begrüßen zu dürfen:

Gespräch

Philippa Dorow (Genossenschaft Gröninger Hof / IBA Hamburg)

Philippa Dorow ist Gründungsmitglied der Genossenschaft Gröninger Hof. Sie wollte endlich mal nicht wütend sein, das die Stadt ein Filetstück einfach verkauft und hat nun gemeinsam mit Ihren Mitstreiter*innen das Parkhaus gepachtet. Als Projektkoordinatorin bei der IBA Hamburg ist sie mit mit städtischen Entwicklungsvorhaben vertraut.

Anais Wiedenhöfer ( LU’UM / Urban Design Hamburg)

Anais Wiedenhöfer ist Mitglied von LU’UM und Moderatorin des Gesprächs. Sie ist Co-Autorin des Buches “Genossenschaftliche Wohnraumproduktion in München und Zürich” herausgegeben vom Berliner Verlag botopress. Als Teil des Lehrstuhls Urban Design lehrt sie u.a. zu Fragen der Wohnproduktion in Hamburg.

Tobias Trapp (Kolbenwerk eG)

Tobias Trapp ist Mitglied der Genossenschaft Kolbenwerk. Durch das Erlangen von Eigentum haben die Genossen es erreicht eine innerstädtische Immobilie in Ottensen vom Markt zu entkoppeln. So schaffen sie es dauerhaft Kleingewerbe- und Handwerksbetrieben Flächen zu einem günstigen Mietpreis zur Verfügung zu stellen.

Björge Köhler (SPD / Urbanista)

Björge Köhler ist Experte für Wohnen und Stadtentwicklung bei der SPD Hamburg. Durch seine Rolle als ASTA Vorstand an der HCU haben wir als LU’UM ihn häufig für seine Ideal und Werte eintreten sehen. Er arbeitet als Architekt im Büro von Urbanista, welches sich zum Ziel setzt Städte und Nachbarschaften mit den Menschen vor Ort zu gestalten.

Installation

Florian Huber

Ein- und Ausgrenzung sind zentrale Themen in den Arbeiten von Florian Huber. Oft verwendet der Künstler für seine Installationen und Objekte Bauzäune und/oder Stacheldraht als Grundmaterialien und entfremdet diese in ihrer Funktion und Wirkung. Seine Installation in der Werkstatt thematisiert die Frage nach Eigentum und Wohnraum. Ein Teil der Ausstellung war bereits unter dem Titel “Unsere Daseinsberechtigung” im Gängeviertel zu sehen.

Es wird ein Vodcast/Podcast von der Veranstaltung aufgenommen, falls ihr nicht auf Video gesehen möchtet teilt uns das bitte mit.