Außergewöhnliche Projekte

In der Reihe wie „Wir leben wollen“, wurden Genossenschaften gemeinsam mit den Architekturbüros gebeten, außergewöhnliche Projekte vorzustellen – die immer auch eine klare Haltung zu der Frage nach unserem Zusammenleben ausdrücken.

Es waren Projekte aus Zürich, Basel, München und Berlin und sie waren teilweise im Bau oder in der Planung, andere bereits seit einiger Zeit bewohnt. Alle Präsentationen und Gespräche sind aufgezeichnet worden und stehen als Video zur Verfügung. Sie bilden einen inspirierenden Erfahrungsschatz für die Genossenschaft Gröninger Hof, die sich noch in Gründung befindet und dank der Veranstaltungsreihe viel Lernen konnte.

Eine Fortsetzung der Reihe ist für 2021 in Planung, die Themen innovativen Wohnens und kollektiven Bauens werden weiter vertieft.

Diese Reihe wurde veranstaltet von der Hamburgischen Architektenkammer gemeinsam mit Atlas, einer Initiative für baukulturellen Diskurs, und unterstützt durch das Amt für Wohnen, Stadterneuerung und Bodenordnung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie durch die Genossenschaft Gröninger Hof eG i.Gr. und das Kollektiv LU’UM.

Wie wir leben wollen

Wie wir leben wollen – Vortragsreihe zu neuen Beispielen für genossenschaftliches Wohnen ab 1. Oktober 2020

Eine Veranstaltungs- und Diskussionsreihe zu verschiedenen Projekten genossenschaftlichen Wohnens läuft vom 1. Oktober bis zum 26. November 2020 und ist offen für alle. Besucher*innen können sowohl vor Ort in der Werkstatt Gröninger Hof als auch online teilnehmen.

Genossenschaften können zugleich lebenswertes, innovatives und preiswertes Wohnen miteinander verknüpfen. Damit ergänzen Genossenschaften kommunalen Wohnungsbau und bieten vor allem zur von Investoren getriebenen Wohnungswirtschaft eine soziale, nachhaltige und dabei auch zukunftsweisende Alternative für Mensch, Stadt und Umwelt. Wer plant und baut diese Wohnungen und welchen gesellschaftlichen und architektonischen Mehrwert bieten sie?

Ab dem 1. Oktober behandelt eine Veranstaltungsreihe die drängende Frage, wie es uns als Gesellschaft gelingen kann, hochwertigen und bezahlbaren Wohnungsbau für alle Menschen zu realisieren. Mutige Projekte aus der Schweiz und Deutschland werden vorgestellt. Die Genossenschaften als Auftraggeber*innen und die beauftragten Architekt*innen stellen ihre Projekte gemeinsam vor. In jeweils anschließenden Diskussionen steht der Austausch zu gestalterischen Ansätzen, eigenen Erfahrungen während der Entwicklungsprozesse und innovative Projekte für gemeinschaftliches Wohnen im Mittelpunkt.

Um dem Infektionsschutz gerecht zu werden, läuft die Veranstaltungsreihe als Hybrid:

  • Unbegrenzt viele weitere Personen können mühelos online teilnehmen (Einwahldaten, siehe unten).
  • Die Referent*innen werden ebenfalls online zugeschaltet, Fragen können sowohl im Chat als auch vor Ort gestellt werden.
  • Zudem werden Video-Podcasts von den Veranstaltungen produziert, so dass Präsentationen und Diskussionen auch im Nachgang allen Interessierten zu Verfügung stehen werden.

Die Online-Teilnahme über Webex-Meetings ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Die für alle fünf Termine gleichlautenden Zugangsdaten lauten:
Meeting-Kennnummer/Zugriffscode: 137 849 6426, Meeting Passwort: EkEJ56M

Dem aktuellen Meeting beitreten.
Die Webex-Meetings werden 15 Minuten vor der jeweiligen Veranstaltung geöffnet. Für eine komplikationsfreie Teilnahme empfehlen wir, den Webex Metting Client vorab herunterzuladen.

Übersicht über alle Termine der Veranstaltungsreihe:

Donnerstag, 1. Oktober 2020 – Stadterle in Basel
Wohngenossenschaft Zimmerfrei mit Buchner Bründler Architekten
hier zur Aufzeichnung der Veranstaltung (Youtube)


Donnerstag, 15. Oktober 2020 – Hochbord in Zürich
WOGENO Genossenschaft selbstverwalteter Häuser mit Conen Sigl Architekten

Hier die Aufzeichnung der Veranstaltung (Youtube)

Donnerstag 29. Oktober 2020 – San Riemo in München
Kooperative Großstadt eG mit Summa cum Femmer & Greb Architekten, Leipzig
Hier die Aufzeichnung der Veranstaltung (Youtube)


Donnerstag, 12. November 2020 – Koch Areal in Zürich
Genossenschaft Kraftwerk 1 mit Studio Trachsler Hoffmann
Hier die Aufzeichnung der Veranstaltung (Youtube)


Donnerstag, 26. November 2020 – IBeb in Berlin
Selbstbaugenossenschaft Berlin eG mit Heide von Beckerath & ifau
Hier die Aufzeichung der Veranstaltung (Youtube)

Für eine Teilnahme online ist keine Anmeldung notwendig (siehe oben).

Diese Reihe wird veranstaltet von der Hamburgischen Architektenkammer gemeinsam mit Atlas, einer Initiative für baukulturellen Diskurs, und unterstützt durch das Amt für Wohnen, Stadterneuerung und Bodenordnung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie durch die Genossenschaft Gröninger Hof eG i.Gr. und das Kollektiv LU’UM.

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 17.12. geändert und ergänzt. Es sind jetzt alle Links zu den Videos der Veranstaltungen verfügbar. – Danke Luum für die Videos.

Weniger Auto, mehr Mensch

Wie Initiativen neue Lebensmodelle für die Altstadt schaffen – Genossenschaft Gröninger Hof auf dem Rathausmarkt zur Klimawoche am Freitag, 25.09.20, 14:45 Uhr.

 Jenseits der regulären Strukturen der Stadtentwicklung gibt es immer wieder Initiativen aus der Stadtbevölkerung, die sich für ihre Viertel einsetzen. Durch immenses und häufig ehrenamtliches Engagement entstehen Räume, die ganz andere Qualitäten abdecken und so lebendige Alternativen anbieten. 
In der Altstadt, dem einst dicht besiedelten Stadtteil Hamburgs, wohnen heute nur noch rund 2200 Menschen. Dennoch wirkt hier ein aktives Netzwerk von Akteur*innen, die sich konsequent für den Stadtteil einsetzen. Bei der Auftaktveranstaltung zur Hamburger Klimawoche „Die Altstadtküste atmet auf“ kann erneut erlebt werden, wie sich Verkehrsflächen anfühlen, wenn man Raum wieder Menschen zugänglich macht, der sonst Autos vorbehalten ist. In diesem Rahmen wollen wir anhand von drei verschiedenen Blickwinkeln über eine andere Art der Stadtentwicklung erzählen.

-Das Kollektiv LU’UM berichtet von der Werkstatt Gröninger Hof, der Möblierung des autofreien Rathausquartiers und darüber, welchen Teil die kollektive Praxis zu einer zeitgemäßen Stadtentwicklung beitragen kann.

– Die Genossenschaft Gröninger Hof (Tina Unruh, Aufsichtsrat) stellt das zentrale Projekt um das Parkhaus Neue Gröningerstraße 12 vor. Sie zeichnet das Bild, wie mit nachhaltigem Wohnen in der Innenstadt ein Modell für eine klimafreundliche und zukunftsweisende Stadtentwicklung entstehen wird.

– Frank Engelbrecht (Pastor St. Katharinen) spricht über die Auftaktveranstaltung zur Klimawoche “Die Altstadtküste atmet auf”, die Besetzung der Willy-Brandt-Straße und wie eine Stadtentwicklung im Maßstab Mensch aussehen müsste.

Wo?

Hauptbühne auf dem Hamburger Rathausmarkt

Wann?

25.09.2020 von 14:45 – 15:45 Uhr

Und hier geht es zur Video der Veranstaltung (bei Youtube)

Erstes Infotreffen für Wohninteressierte in der Werkstatt

   

Erstes Infotreffen für Wohninteressierte in der Werkstatt

Am 25.08.2020 hat in der Werkstatt des Noch-Parkhauses Neue Gröninger Straße das erste offizielle Infotreffen stattgefunden für alle, die sich für das Wohnen im umgebauten Parkhaus interessieren.

Gekommen waren 18 Menschen, vom Studenten bis zur Rentnerin – Corona-bedingt musste die Anzahl der Teilnehmenden leider begrenzt werden, Anmeldungen waren deutlich mehr eingegangen.

Katrin Bahrs und Dirk Schneider, die den Abend moderiert haben, waren angetreten, alle Fragen zu beantworten, mit Unterstützung einiger Mitglieder der Baugruppe und Vorständin Philippa Dorow: Was muss ich machen, um im Projekt dabei zu sein, wo kann ich mich engagieren, wie sieht der Zeitplan aus? Und sie sind auf Verständnis getroffen dafür, dass einige Fragen derzeit noch nicht beantwortet werden können. Zum Beispiel: Wie wird die Wohnungsvergabe am Ende organisiert, und welche Unterstützung gibt es für Menschen, die den Eigenanteil für eine Wohnung nicht alleine aufbringen können?

Zum Kennenlernen gab es ein Speed-Dating in drei Runden, in dem Mitglieder der Baugruppe mit den vielleicht künftigen Mitgliedern ins Gespräch kamen: Was machst du so, wo wohnst du jetzt, warum möchtest du hier einziehen? Natürlich gab es auch Unterhaltungen darüber hinaus, auch nach der Veranstaltung, und man ist mit vielen neuen, interessanten und sympathischen Gesichtern im Kopf nachhause gegangen. Jetzt freut sich die Baugruppe auf ein Wiedersehen, beim nächsten Infotreffen am 25. September in der Katharinenkirche, oder beim Aktivenplenum am 29. September in der Werkstatt.

Erstes genossenschaftliches Aktivenplenum

   

Erstes genossenschaftliches Aktivenplenum

Am Montag, den 17. August um 18.30 Uhr findet das 1. Aktivenplenum in der Werkstatt statt.

Das Aktivenplenum ist ein neues Format innerhalb unserer Struktur, welches wir gerne in den kommenden Monaten entwicklen und erproben möchten. Das Aktivenplenum soll dem Austausch, der Information, der Diskussion und der Synchronisation dienen. Was es darüber hinaus noch leisten könnte und sollte, soll u. a. am kommenden Montag diskutiert werden.

Folgende Themen stehen auf der Tagesordnung:

  1. Vorstellungsrunde
  2. Vorstellung des aktuellen Organigramms und Verortung des Aktivenplenums darin
  3. Selbstverständnis des neuen Formats „Aktivenplenum”
  4. Nutzung und Organisation der Werkstatt (zu Gast: LU’UM)
  5. Kurzer Bericht zu der neuen Arbeitsplattform „nextcloud”

Über zahlreiches Erscheinen würden wir uns sehr freuen!


Bitte meldet eure Teilnahme unter info@groeninger-hof.de an. Für den Fall, dass die Teilnehmer*innenzahl die Raumkapazität der Werkstatt überschreitet, können wir in die Katharinenkirche ausweichen. Bitte denkt an eure Mund-Nase-Bedeckung.

Treffen Mitglieder, Interessent*innen, Anwohner*innen am 03. August 2020

   

Treffen Mitglieder, Interessen*tinnen, Anwohner*innen am 03. August 2020

Kennenlernen, vernetzen, engagieren – weiter geht es mit dem Parkhaus-Projekt Gröninger Hof!

Eine frische Abendbrise zog durch die weit geöffneten Werkstatttüren im Erdgeschoss des Parkhauses Gröninger Hof. Bei sicherem Corona-Abstand freute sich eine bunte Mischung aus Genoss*innen, Anwohner*innen und Interessent*innen, endlich wieder das Projekt Gröninger Hof von Angesicht zu Angesicht vorantreiben und sich aktiv beteiligen zu können.

Arbeitsgruppen formieren sich, finden Kriterien für den ausstehenden Architektur-Wettbewerb, tauschen sich intensiv mit der Stadt Hamburg und anderen Genossenschaften aus. Dabei lernt sich der stetig wachsende Kreis immer besser kennen. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Parkhaus-Umwandlung in eine Oase des Wohnens und Arbeitens inmitten der Hamburger Altstadt.

Lebendiges Leben in der Hamburger Altstadt

Nicht nur das Gebäude selbst steht dabei im Mittelpunkt. Denn der Gröninger Hof will sich zu einer weiteren Keimzelle für ein lebendiges Leben im Katharinenviertel entwickeln, ergänzend zu den vielen Initiatien der Gemeinde St. Katharinen direkt gegenüber. Für eine klimafreundliche und stadtgerechte Mobilität – vom Lastenfahrrad bis zum geteilten Lieferwagen – wird der Gröninger Hof eine Zentrale bieten können. Die Gröninger Hof-Gruppe zeigt sich offen für viele neuen Ideen zur Belebung des heute noch von Büros und Straßen dominierten Viertels – sei es die Organisation von Straßenfesten oder gar ein Backofen zum gemeinsamen Brotbacken wie er bereits in Berlin nahe dem Alexanderplatz Realität geworden ist.

Welche Ideen aufgegriffen und mit Leben gefüllt werden können, liegt allein am Engagement der Genoss*innen, Nachbar*innen oder weiteren Interessierten am Projekt Gröninger Hof. Es ist der Reiz des Anfangs, dass jede*r hier die Freiheit hat, sich an bereits bestehende Gruppen andocken oder gar ganz neue Ideen entwickeln und umsetzen kann. Grenzen setzt nur die eigene Phantasie – eine Verlockung, derer sich viele erst nach und nach bewusst werden.

Für die Entwicklung des Gröninger Hofs selbst sind in erster Linie die Genoss*innen gefordert. Ein Mangel an Andockstellen existiert nicht, die bereits bestehenden Arbeitsgruppen mit Kontakten werden in Kürze auf der Webseite publik gemacht. Wie sollen Wohnungen, Läden, Büros und Gemeinschaftsflächen gestaltet werden? Welche Kriterien sollen zukünftige Bewohner*innen erfüllen, um eine möglichst bunte Mischung als wichtigste Voraussetzung für ein lebendiges und lebenswertes Haus zu erreichen? Was lässt sich von anderen Genossenschaften lernen, von welchen Erfahrungen im Gröninger Hof können wieder neue Stadtbauprojekte profitieren? Nach derzeitiger Planung wird es an Gelegenheiten zum Austausch in den kommenden Monaten mit zahlreichen Treffen nicht mangeln. Eine Übersicht der geplanten Termine finden Sie unter unseren aktuellen Meldungen

Vierte Generalversammlung abgehalten

   

Vierte Generalversammlung abgehalten

Endlich konnten wir uns treffen, und zwar ganz real zu der vierten Generalversammlung als Genossenschaft Gröninger Hof in Gründung.

Am Freitag, 19. Juni, 12.30 Uhr bis 14 Uhr – erst in der Katharinenkirche, dann zu einem schönen Ausklang noch draußen auf dem Kirchhof. Das alles war möglich, weil uns die Katharinenkirche Gastfreundschaft gewährte und der große Innenraum auch ausreichenden Platz für insgesamt  49 anwesende Genoss*innen (in Summe 57 Stimmen, dank Vertretungsregelung). Im großen Kirchenraum standen die Stühl weit auseinander, so dass wir problemlos alle Hygiene- und Abstandsregeln einhalten konnten.

Viele an diesem Tag waren zum ersten Mal dabei und hatten Fragen, die wir, Vorstand, Aufsichtsrat und Sprecher, endlich mal direkt beantworten konnten: Wer kann wie und wo, in einigen Jahren, im dann umgebauten Gebäude wohnen oder arbeiten? Wie kann man und frau mitarbeiten, sich einbringen? Daneben die ganz normalen Tagesordnung einer Genossenschaft – mit Jahresbericht, Kassenstand und Entlastung der Verantwortlichen.

Die Genossenschaft hat schon jetzt über 90 Mitglieder und einigen von ihnen haben mehrere Anteile gezeichnet. Das ist ein großer Vertrauensvorschuss, der uns sehr freut.

An der Versammlung wurde aber auch deutlich, dass für einen regelmäßigen Informationsfluss der Verweis auf die Webseite nicht ausreicht. Also sitzen wir jetzt, neben vielen weiteren Aufgaben, auch an der Konfigurierung eines Newsletters.

Wenn Sie oder Ihr noch Fragen habt und/oder auch per Newsletter informiert werden wollt, schickt gerne eine Mail (bitte mit etwas Geduld).

Wir freuen uns,
Dorothea Heintze, Vorständin, und das ganze Team.

Update Mai 2020

   

Update Mai 2020

Letzte Woche haben sich Vorstand und Aufsichtsrat vom Gröninger Hof zum ersten Mal seit langer Zeit wieder von Angesicht zu Angesicht getroffen. Mit viel Abstand und frischer Luft; Sicherheit geht vor!

Es war ein guter Start in ein wenig Normalität. Denn grundsätzlich bleibt es bei der Linie: Auch wir vom Gröninger Hof treffen uns aufgrund der Pandemie online, bei Zoom oder Skype. Das gilt auch für die Baugemeinschaft, den Kern späterer Bewohner*innen, die sich mit uns gemeinsam beworben haben. Wir alle arbeiten eng zusammen, entwickeln Prozesse, erarbeiten fleißig Finanzierungskonzepte… kurz wir sind aktiv.

Doch wir alle hoffen, dass wir auch bald wieder richtige Veranstaltungen in unserer Werkstatt organisieren können – denn die Begegnung von Mensch zu Mensch ist uns so wertvoll.

Bis es soweit ist: Bleibt gesund und optimistisch. Haltet Abstand, tragt Masken und helft alle mit, dass wir durch diese Krise kommen.

Gesprächsabend: Sold out

   

Gesprächsabend: Sold out

Montag, der 02.03.2020

Einlass: 18:00, Gespräch: 19:30, Austausch: 20:30

Genossenschaftliches Wohnen und Arbeiten im Parkhaus

WERKSTATT Gröninger Hof, Neue Gröningerstraße 12

SOLD OUT: Die Stadt Hamburg hat der Genossenschaft Gröninger Hof das Parkhaus in der Neuen Gröningerstraße anhand gegeben. Das Pilotprojekt in der Altstadt öffnet sich nun für neue Mitglieder um die Planung und Finanzierung für eine Wohn- und Gewerbenutzung voranzutreiben.

Doch was bedeutet das nun genau? Oft sind die Prozesse in der Standentwicklung langwierig und somit für Außenstehende schwer zu verfolgen. Für uns als aktive Mitgestalter*innen unserer städtischen Umwelt ist es von zentraler Bedeutung den Wandel verständlich zu kommunizieren und diese Prozesse für unsere Mitmenschen zugänglich zu machen. Aus diesem Grund laden die Genossenschaft Gröninger Hof und LU’UM zum Gespräch in die Werkstatt um, in der Folge des Erfolges im Konzeptvergabeverfahrens, eine Bestandsaufnahme zu machen und den Blick auf die nächsten Schritte zu legen.

Als Teil des Austausches zu Fragen nach Eigentum und Wohnraum wird die Werkstatt von dem Künstler Florian Huber in Form einer räumliche Installation umgestaltet.

In dem geplanten Gespräch werden wir über folgende Themen sprechen:

Was macht die gemeinnützig organisierten Genossenschaften zu einem Faktor in der Bereitstellung von nicht gewinnorientierten Wohnraum?

Welche Qualitäten bezüglich Diversität, Gemeinschaft, Teilhabe, Offenheit, Flexibilität, Bezahlbarkeit und Verantwortungsbewusstsein kommen zu Trage?

Welche Möglichkeiten zur Finanzierung solcher Vorhaben bestehen und wie können wir von vergleichbaren Projekten in Hamburg lernen?

Es wird natürlich auch Zeit und Raum für brennende Fragen geben. Entweder während des Gesprächs oder hinterher beim Beisammensein.

Wir freuen uns folgende Gäste begrüßen zu dürfen:

Gespräch

Philippa Dorow (Genossenschaft Gröninger Hof / IBA Hamburg)

Philippa Dorow ist Gründungsmitglied der Genossenschaft Gröninger Hof. Sie wollte endlich mal nicht wütend sein, das die Stadt ein Filetstück einfach verkauft und hat nun gemeinsam mit Ihren Mitstreiter*innen das Parkhaus gepachtet. Als Projektkoordinatorin bei der IBA Hamburg ist sie mit mit städtischen Entwicklungsvorhaben vertraut.

Anais Wiedenhöfer ( LU’UM / Urban Design Hamburg)

Anais Wiedenhöfer ist Mitglied von LU’UM und Moderatorin des Gesprächs. Sie ist Co-Autorin des Buches “Genossenschaftliche Wohnraumproduktion in München und Zürich” herausgegeben vom Berliner Verlag botopress. Als Teil des Lehrstuhls Urban Design lehrt sie u.a. zu Fragen der Wohnproduktion in Hamburg.

Tobias Trapp (Kolbenwerk eG)

Tobias Trapp ist Mitglied der Genossenschaft Kolbenwerk. Durch das Erlangen von Eigentum haben die Genossen es erreicht eine innerstädtische Immobilie in Ottensen vom Markt zu entkoppeln. So schaffen sie es dauerhaft Kleingewerbe- und Handwerksbetrieben Flächen zu einem günstigen Mietpreis zur Verfügung zu stellen.

Björge Köhler (SPD / Urbanista)

Björge Köhler ist Experte für Wohnen und Stadtentwicklung bei der SPD Hamburg. Durch seine Rolle als ASTA Vorstand an der HCU haben wir als LU’UM ihn häufig für seine Ideal und Werte eintreten sehen. Er arbeitet als Architekt im Büro von Urbanista, welches sich zum Ziel setzt Städte und Nachbarschaften mit den Menschen vor Ort zu gestalten.

Installation

Florian Huber

Ein- und Ausgrenzung sind zentrale Themen in den Arbeiten von Florian Huber. Oft verwendet der Künstler für seine Installationen und Objekte Bauzäune und/oder Stacheldraht als Grundmaterialien und entfremdet diese in ihrer Funktion und Wirkung. Seine Installation in der Werkstatt thematisiert die Frage nach Eigentum und Wohnraum. Ein Teil der Ausstellung war bereits unter dem Titel “Unsere Daseinsberechtigung” im Gängeviertel zu sehen.

Es wird ein Vodcast/Podcast von der Veranstaltung aufgenommen, falls ihr nicht auf Video gesehen möchtet teilt uns das bitte mit.